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MicroTiles zeigen eiserne Leistung in Schweden

Electrosonic konstruiert gigantisches Display jenseits des Polarkreises

Quick Facts

LKAB ist in Sachen Technik weltweit führender Lieferant für Eisenerzpellets für die Stahlindustrie auf der ganzen Welt. Sein Alleinstellungsmerkmal besteht dahin, dass der Großteil seiner Eisenerzproduktion unter Tage abgebaut wird – im Gegensatz zum Tagebau – und seine reichen Magnetitvorkommen im Norden Schwedens oberhalb des Polarkreises angesiedelt sind.

In Koskullskulle wurde kürzlich ein neues Forschungszentrum eröffnet, welches unter anderem ein Willkommenszentrum für Besucher des nahegelegenen Malmberget-Bergwerks beherbergt. Electrosonic sorgte für die Technik der AV-Einrichtungen des Zentrums, zu denen unter anderem eine großformatige Videowand aus 192 Christie®  MicroTiles® gehört.

LKAB (mit vollem Namen: Luossavaara-Kiirunavaara Aktiebolag) ist in schwedischem Staatsbesitz und hat einen Jahresumsatz von 31 Mrd. schwedischen Kronen (ca. 4,6 Mrd. US-Dollar). Seine Eisenerzminen gehören zu den produktivsten der Welt und LKAB hat ausgefeilte Methoden für automatisierten Bergbau und Pelletverarbeitung entwickelt, wodurch die „grünste“ Eisenproduktion möglich wurde.

Das neue F&E-Zentrum, zu dem der „LKAB Haupteingang“ (oder Besucherzentrum) gehört, wurde zum gleichen Zeitpunkt fertiggestellt wie eine neue Produktionsebene im Malmberget-Bergwerk 1250 Meter unter der Erdoberfläche, genannt M1250. Beide wurden am 14. Juni 2012 vom schwedischen König Carl XVI. Gustaf eröffnet, der die Eröffnung vor dem großen Videodisplay verkündete.

Das AV-System wurde vom Stockholmer Unternehmen Electrosonic AB nach den Vorgaben des LKAB-Beraters WSP konzipiert und umgesetzt. Der Hauptpräsentationsbereich ist flexibel und bietet Sitzplätze für bis zu 120 Personen in Klassenzimmeranordnung.

Der Raum wird dominiert von der Videowand aus Christie MicroTiles, angeordnet in einer 16×12-Konfiguration, die insgesamt 6,5m x 3,7m misst. Das Display nimmt nur wenig Standfläche ein und ist hell genug, um bei voller Raumbeleuchtung gegenüber einer Glas-Außenwand am anderen Ende des Raums zu arbeiten. Im Hochsommer ist eine Verdunkelung notwendig, doch im arktischen Winter ist das Display auch von außerhalb des Gebäudes deutlich erkennbar.

Dieser Vorteil ergibt sich daraus, dass MicroTiles die Stärken von DLP-Projektion sowie LED-Technologie nutzt, um wesentlich hellere Bilder und eine deutlich erweiterte Farbpalette zu erzeugen als konventionelle LCD- oder Plasmaflachbildschirme.

Das Display wird von einem Christie Spyder X20-Bildprozessor gespeist, der für acht Eingänge und acht Ausgänge konfiguriert ist. Dadurch entsteht absolute Flexibilität bei der Anordnung von Bildern auf dem Display und Bilder werden stets in voller Auflösung angezeigt, ermöglicht von acht ECUs (Electronic Control Unit), die je 1066 x 1200 Pixel liefern. Die hohe Auflösung der MicroTiles selbst garantiert, dass es keine sichtbaren Pixel gibt, egal wie nah der Zuschauer an das Display kommt.

Zu den permanenten Inputs des Displays gehören ein Blu-Ray-Player, ein anspruchsvoller Computer mit Dual-Ausgang, der im Quellsystemrack montiert ist, ein digitaler Videotuner (Set-Top-Box), daneben gibt es Möglichkeiten für den Anschluss von „Besucherquellen“ wie Laptops. Zur Vorführung der hauseigenen Produktion Leistung in der Eisenherstellung, welche LKAB sowie dessen Produkte und Prozesse vorstellt, kommt ein Media Player zum Einsatz.

LKAB verfügt über spektakuläre Luftbilder seiner Standorte mit hoher Auflösung; diese dienen als Hintergrund sowohl für formelle als auch für formlose Präsentationen. Die Vorlagen für formelle Präsentationen wurden von Muscot Media konzipiert, um einen durchgängig hohen Präsentationsstandard zu gewährleisten.

Zusätzlich ist der Präsentationsraum ausgestattet mit einem umfassenden Audiosystem mit einer Systemsteuerung von AMX.

Neben dem Hauptpräsentationsraum hat Electrosonic auch einen Konferenzraum für Managementsitzungen konzipiert, welcher wiederum über eine AMX-Raumsteuerung mit Touchscreen-Bedienoberfläche verfügt.

Das Highlight ist für viele Besucher des LKAB Besucherzentrums die Besichtigung des Malmberget-Bergwerks an sich. Es handelt sich dabei um ein Stollenbergwerk, was bedeutet, dass alle Abbaubereiche über eine „Straße“ erreichbar sind. Im Inneren des Malmberget-Bergwerks befinden sich erstaunliche 600km Wegnetz bei einer Tiefe von insgesamt 1390 Metern. Es beherbergt nicht nur die Abbaubereiche, sondern auch Brechanlagen, Werkstätten und Transportsysteme.

Beim Abbau werden zunächst wasserbetriebene Bohrmaschinen eingesetzt, die lange, gerade Löcher bohren, welche dann mit Sprengstoff versehen werden. Die Sprengungen finden nachts statt, wenn das Bergwerk unbemannt ist. Das gelockerte Erz wird zerlegt und von verschiedenen Fahrzeugen eingesammelt. Es wird dann zu Silos oberhalb der Brechanlagen transportiert, welche es in weniger als 10cm lange Stücke zerlegen.

Das gebrochene Erz wird anschließend über Förderwege in Hochgeschwindigkeitskipper geleitet, die es an die Oberfläche bringen. Die Kipper fassen je 40 Tonnen und haben eine Geschwindigkeit von 17m/s. Im Malmberget-Bergwerk liegt die Haupttransportstation auf 815m Tiefe, und das Erz kommt dort aus der Hauptabbauebene 1250 über ein 1,7km langes Förderband an.

Die Atmosphäre im Bergwerk ist eine surreale, die wirkt wie eine direkte Kombination von Filmsets aus Mad Max und James Bond – es gibt jedoch auch einen Hauch Gemütlichkeit in Form eines Hard Rock Café in der Nähe der Arbeitsebene. Besucher erhalten je einen Tracker und es ist durchaus beruhigend, dass auf den Monitoren im Kontrollraum jederzeit festzustellen ist, wo sich die Besucher befinden.

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